Hundeführerschein

Was hielten Sie von der Einführung eines Hundeführerscheins für (jeden) Hundehalter?
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Juliane Lange
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Hundeführerschein

Beitrag von Juliane Lange » Sonntag 3. Mai 2009, 23:59

Wenns nach mir ginge, sollte jeder Hundehalter vor (!) dem Kauf eines Hundes einen kleinen Sachkundenachweis machen müssen.

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paul
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Re: Hundeführerschein

Beitrag von paul » Dienstag 5. Mai 2009, 19:19

oh ja, bin ick auch dafür!
es gibt da so einige unfähige herrchens.

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Juliane Lange
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Re: Hundeführerschein

Beitrag von Juliane Lange » Dienstag 5. Mai 2009, 22:43

paul hat geschrieben: es gibt da so einige unfähige herrchens.
Du sprichst mir aus dem Herzen!

Aber auch zum Schutz der Hunde (zur artgerechten Haltung, Gesundheit, Ernährung, rassespezifischen Eigenarten) sollte vor :!: der Anschaffung eines Hundes eine kleine Befragung stattfinden. Wo der Halter auch begründen sollte, warum er sich für diese oder jene Rasse (od. Mischung) enscheidet. Damit auch sicher ist, dass er weiß, was er an der Leine führt.

qendo
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Re: Hundeführerschein

Beitrag von qendo » Dienstag 12. Mai 2009, 14:59

Ganz eurer Meinung - eigentlich ist es ja schon schade, dass man Menschen quasi dazu verpflichten muss, sich mit dem Thema Hund/Hundehaltung/Hundeerziehung auseinanderzusetzen, wenn sie sich einen zulegen....

LG,

Peter

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Re: Hundeführerschein

Beitrag von Dori » Donnerstag 18. März 2010, 20:05

Traurig finde ich eher, dass darüber nachgedacht wird weil immer wieder Kinder aufgrund aggressiver Hunde und ihrer komplett unfähigen Halter zu schaden kommen und nicht um den Hunden ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Aber was will man erwarten, wenn juristisch gesehen ein Lebewesen als "Sache" gilt. Wie arrogant.... :evil:
Ein Hundeführerschein...unbedingt, schon allein wegen der vielen Murmeln die hier an der Leine rumkullern und sich beim Gssigehen eher quälen, statt sich zu freuen. Von mir aus kann der Hundeführerschein auch n bissl was kosten, dann überlegt sich der ein oder andere viell. doch noch ob ein Hund zu Weihnachten nicht etwas zu teuer wird. Meine Güte schon traurig manchmal was so abgeht, ne?!

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Re: Hundeführerschein

Beitrag von doggenfrauchen » Samstag 9. Oktober 2010, 11:19

Bin auf alle Fälle für einen Hundeführerschein für ALLE. Auch für die Omi mit Dackel, den Punker und den Bauern mit Zwingerhund (gerade die).
Sowohl Sachkundenachweis als auch eine praktische Prüfung, in der ein Grundverständnis für das Lebewesen Hund gezeigt werden muss. Die meisten glauben ja noch, dass der Hund sich freut, wenn er mit dem Schwanz wedelt...
Ich glaube da gibt es Nachholebedarf in Deutschland. Die Schweiz ist da mutiger. Hut ab!

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Re: Hundeführerschein

Beitrag von Juliane Lange » Samstag 9. Oktober 2010, 21:56

Du sprichst mir aus dem Herzen!

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Re: Hundeführerschein

Beitrag von Stanley » Donnerstag 13. Januar 2011, 12:44

Mein reden,

es vergeht kein tag an dem man nicht ein hundehalter trifft der ein fehlverhalten seines hundes mit eigenem fehlverhalten korrigieren will.
so wird etwa bei einem kleffenden, an der leine zerrenden hund das kommando "is ja gut!" , oder auch "...bello hör auf, der ist ganz lieb." gebraucht.
:?: ......am darauf folgenden verhalten des hundes sieht man,
was ich ja nun auch schon geahnt hab, :lol:
das ihm diese kommandos nicht geläufig sind,
bzw. hören sie sich eher nach zuspruch an.
die leine bleibt straff und der hund wird hinterherhezogen,
als sei er aus holz und sitzt auf nem brettchen mit rollen drunter.
ich könnt jedesmal k.....
manchmal sag ich was & will nen tip geben,
aber da schlägt einem der blanke frust entgegen............ ganz oft so :?

ich war gestern mit meinem boxerrüden im wald,
als uns, ich sag`s mit absicht in dieser reihenfolge,
ein dobermann-rüde mit seinem freilaufenden herrchen begegnete, ;)
stanley hingegen war angeleint.
die beiden hunde standen etwa 5m voreinander und fixierten sich,
der dobermann mit waagerecht, langsam wedelnder rute.
stanley war mit den augen nicht von dem hund abzubringen
und der andere hundehalter hat nichts unternommen um seinen hund abzulenken & die situation zu entschärfen.
im gegenteil, aus der ferne rief er mir zu "der will nur spielen!" :x
nun war es kurz davor das es knallt und ich musste stanley ableinen,
damit er sich wenigstens wehren kann wenn es los geht.
die beiden beschnupperten sich im endeffekt nur auch wenn die spannung bestehen blieb.
als der andere hundehalter rangekommen war war er etwas verblüfft das mein boxer auch n rüde ist.
ich fragte etwas genervt warum ihn das wundert,
schliesslich stünden die chancen auf nen rüden zu treffen ja bei 50% :geek: :P
seine aussage war der hammer....
an der wedelnden rute seines rüden hätte er vermutet das der entgegenkommende hund eine hündin sei................ :o

ey, manche menschen machen mir wirklich angst !!!

deshalb,
Hundeführerschein für jeden hundehalter
und die mit den kleinen wadenbeissern dürfen zuerst und zweimal :lol:

..........huch, is ja n bissl was geworden :oops:
aber nun hab ich mich wenigstens ausgeko........
dankeeee
Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen.
Konrad Lorenz

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Re: Hundeführerschein

Beitrag von Antje » Donnerstag 13. Januar 2011, 13:10

[und die mit den kleinen wadenbeissern dürfen zuerst und zweimal *]

Ich bin ganz Deiner Meinung. Jetzt kommt aber mein ABER!
Auch wenn Du ein Smiley hinter deinem obigen Satz gemacht hast, lege ich ein Veto ein. Ich hatte damals ja nun auch einen Boxer ( Rüde ) und eine Schäferhundmixhündin. Nun habe ich einen kleinen, wilden Hund. Ich kenne die Probleme der Halter mit großen ( auch wenn ich selber mit meinen damals nie Probleme hatte) und kleinen Hunde. Glaub mir. Es sind die Gleichen. Das Klischee die kleinen seien Wadenbeißer.....mmmhhh. Da brauchen wir ja eigentlich nicht drüber diskutieren, dass dies absouter Blödsinn ist. Jedenfalls hier meine Stellungnahme:
Ich würde es nicht gut heißen, wenn die Halter mit kleinen Hunden, diesen Schein zweimal machen sollten. Wenn dann alle. Denn ich reiße mir auf gut deutsch den Arsch auf, um meine kleine bestmöglich in Situationen abzuhärten. Aber es ist auch kein leichtes Unterfangen. Ob Groß oder Klein!

ES KOMMT AUF DIE RÜCKSICHTNAHME UND INTELLIGENZ DES HALTERS AN!!!!

P.S.: Warum eigentlich die mit den kleinen "Wadenbeißern"? In deinem Fall war es doch ein Dobbermann. ;)

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Re: Hundeführerschein

Beitrag von Juliane Lange » Donnerstag 13. Januar 2011, 15:03

Stanley hat geschrieben: es vergeht kein tag an dem man nicht ein hundehalter trifft der ein fehlverhalten seines hundes mit eigenem fehlverhalten korrigieren will.
:D Top zusammen gefasst!!! Hätte ich nicht besser machen können!
Prima beschrieben! Auch finde ich dein Verhalten völlig korrekt (Hund nicht weiter an der Leine zu lassen, damit du dem anderen es nicht erleichterst besser "zuzubeißen").
So geht es mir hier jeden Tag...

Ebenso kenne ich es, wenn man mal nett sein und helfen will und nen Tipp gibt, ist man gleich ein Klugscheißer/Besserwisser etc. oder noch besser: Tierquäler. Denn viele Leute in meinem Wohnviertel kennen mich und sehen mich oft mit meinem Kleinen draußen trainieren (z.B. "Fuß"). Da kommt immer: "Ich will ja nicht, dass mein Hund so behindert läuft, wir ihrer! Der kann ja gar nicht mehr gucken wohin er läuft!"
Und schon haben wir ne knallharte Diskussion darüber und ich versuche zu erklären, dass ich gerade trainiere... Dann kommt der nächste Knaller: "Also darf ihr Hund nie Gassigehen?!"
Meist reicht es dann. Jeden vernünftigen Hundehalter dürfte klar sein, dass es dem Hund nicht schadet beim Gassigehen die eine oder andere Übung zu machen. Aber wie ich das hier so erlebe, heißt Gassigehen für die meisten eine Strecke von 200m zurück zu legen und dann wieder in der Wohnung zu verschwinden - aber klar ich bin der Tierquäler/Besserwisser/Klugscheißer...!

@Antje: Nimms nicht persönlich, du warst mit Sicherheit nicht gemeint. ;) Ich kenne dich und ich kenne Stanleys Herrchen und kann dir sagen, ihr habt im Grunde die gleichen Ansichten. Du fühlst dich leider vom Klischee "Wadenbeißer" angesprochen, aber das musst DU nicht.
Sowas bezieht sich eher auf Leute wie die Omi bei mir neben an. Hat nen suuuuper leinenaggressiven Cairnterrier an der Flexi (wie sollte es auch anders sein?!).
Wir kommen zeitgleich aus dem Haus (sie aus dem Nebeneingang), ich will die 5m geradeaus zu meinem Auto gehen und sie zu den Mülltonnen. Schon als die Haustür hinter ihr ins Schloß fällt, kläfft der "Wadenbeißer" (sorry Antje, ;) ) meinen Hund an und zerrt deutlich in unsere Richtung. Sie geht in 10m Abstand von mir zur Mülltonne. Ich erreiche mein Auto und will es aufschließen (Leo an ner 80cm langen Leine). Das Türschloß ist vereist. Sie erreicht die Mülltonnen. Ihr Hund zieht die Flexileine in Richtung Leo immer weiter aus. Nen Meter vor Leo wird Oli sauer und ruft der Frau zu: "Nehmen sie ihren Hund an die Leine!" Sie hebt den Griff der Flexi hoch und sagt (völlig verständnislos): "Ist er doch!" Da macht das Tier noch nen Satz und beißt in meinen 5 Monate alten Hund. Nun brennt mir die Sicherung durch, ich lass Leos Leine fallen (eben WEIL ich es nicht einsehe ihrem Hund das Beißen zu erleichtern) und rufe Leo freundlich zu (PS: Ich weiß, dass er wirklich nicht auf sowas reagiert und sich auch überhaupt nicht für den anderen Hund interessiert): "Na los, töte ihn!" Da guckt se mich entsetzt an... und ich bin wieder ein Tierquäler und man müsse mich ja anzeigen usw...

Da frag ich mich doch ernsthaft, was hat die Frau erwartet was passieren würde, wenn ihr Hund sich auf diese Art und Weise meinem Hund nähert??? Der ist nur halb so groß wie Leo. Hat sie erwartet, dass ihr Hund dann freundlich "Hallo" sagt?!?! Hat sie erwartet, dass der Besitzer des größeren Hundes, dann dafür sorgt, dass ihrem Hund nix passiert (ich konnte ja nicht mal ausweichen, Auto im Rücken und ihr Hund vor mir, Leo an ner kurzen Leine)??? Ist ja auch nix passiert (weiß ja wie Leo reagiert). Aber sie kann sich doch nicht einfach darauf verlassen, dass der andere Hunde nix tut. Was hätte ich den tun sollen, wenn es Marley gewesen wäre? Der tut auch so als wär nix, bis der andere 10cm vor ihm wär und dann??? Dann heißt es wieder, der große böse Hund hat den armen kleinen gebissen...
Da wird mir schlecht und ich wundere mich Tag ein Tag aus, dass so wenig "Unfälle" mit Hunden passieren. Scheinbar haben die meisten Hunde mehr Hirn als das zweibeinige Ende der Leine...

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